Wild-West in Ost-Brandenburg – und die Landesregierung klatscht Beifall
Tesla geht nach Berichten des Handelsblatts mit massiven Repressionen gegen erkrankte Beschäftigte vor. Offenbar gelten die Regeln des Arbeitsschutzes nicht für amerikanische Multimilliardäre, meint Stephan Wende, stellvertretender Landesvorsitzender der Linken in Brandenburg:
„Die Tesla-Strategie gegen erkrankte Kolleg*innen hat einen einfachen Namen: man nennt das Erpressung! Die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, die ärztliche Schweigepflicht und das Recht auf körperliche Unversehrtheit sind aber kein ‚Nice to have‘, das man als amerikanischer Multi-Milliardär einfach nach Gut-dünken streichen kann, wenn der Profit nicht die Erwartungen erfüllt. Sie sind gesetzlich verbriefte Rechte, die für alle gelten – auch für Tesla-Mitarbeiter*in-nen!
Und die Landesregierung: steht weiterhin „voll hinter Tesla“, sagt Wirtschaftsministerin Klement. Ihr Job ist es nicht, Elon Musk den roten Teppich auszurollen, Frau Klement! Ihr Job ist es, gute Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten sicherzustellen. Das heißt: effektive und regelmäßige Arbeitsschutzkontrollen, wirksame Sanktionen gegen Rechtsverstöße und direkte und indirekte Förderung durch das Land nur noch gegen Tarifbindung im Unternehmen!“

